0
Wissen zum selber erwerben...
Posted by Agi
on
20:58
... das scheint das Motto des Naturhistorischen Museums Wien zu sein. Denn beim Erwerben des Wissens hilft es einem nicht.
Tatsächlich hat es nämlich eine Menge genialer Ausstellungsstücke vorzuzeigen. Allerdings ist es untertrieben, zu sagen, dass das Wort "Museumspädagogik" wohl keiner der Betreuenden Weg je gekreuzt hat.
Nach der kürzlichen Werbungswelle dachte ich, es würde endlich aufwärts gehen mit dem Museum.
Robotermodelle von Dinosauriern leistete man sich jedenfalls in der neuesten Überholung der Dinosaurierabteilung, aber für den Rest scheint wieder kein Geld dazusein.
Schande für die wissenschaftlichen Mitarbeiter ist in jedem Fall die Anthropologische Abteilung. Mit hunderten, ja tausenden Fundstücken, von denen jeweils ca 100 in eine Gruppe zusammengefasst werden, die mit einem einzigen winzigen Schildchen zur ungefähren zeitlichen Einordnung und dem Fundort versehen ist. Da liegen Armreifen neben Bügelfibeln und Gewandnadeln und niemandem erschließt sich wirklich, was er hier genau sieht. Wer wurde in diesem Grab beerdigt, wieso wurde er mit diesen Beigaben beerdigt, was ist dieses komische verschnörkelte Stück Metall da?
Ich als Living History-Darsteller kann die ausgestellten Stücke ja vielleicht noch in etwas einordnen, aber auch meine Spezialität ist ein anderes Zeitalter.
Der Rest des Museums kann bis auf die Kinderabteilungen (die für Kinder interessant sein mögen, für Erwachsene aber etwas zu basic sind) getrost als LANGWEILIG betitelt werden. Eine Glasvitrine reiht sich an die nächste. Es gibt weder etwas anzufassen, noch faszinierende Fakten zu lernen. Man muss schon überaus interessiert und vorinformiert sein, um aus diesem Museum etwas neues mitzunehmen.
Liebe Verantwortliche für dieses Museum. Wissenschaft muss doch nicht langweilig sein, das ist es doch, was ihr lehren solltet. Und lernen muss ja auch nicht viel kosten.
Ich verlange auch nicht, dass ihr mir zu jedem Ausstellungsstück eine Enzyklopädie auflegt. Aber ein "wussten Sie, dass..." für einige der schöneren Sachen oder zumindest eine Ordnungsgemäße Beschriftung wären doch wirklich nicht zu viel verlangt?
Ich WILL doch etwas lernen. Deshalb komme ich ja zu euch. Aber nur Anschaun, dabei lerne ich nichts, wenn der visuelle Reiz nicht auch mit etwas verknüpft wird.
Wohin gehen eure Unterstützungen und (mit Verlaub für diese Leistung unverschämt hohen) Eintrittsgelder? Denn ich traue mich zu sagen, dass es nicht in Staubwedel geht. Auch die scheints bei euch nämlich nicht zu geben.
Tatsächlich hat es nämlich eine Menge genialer Ausstellungsstücke vorzuzeigen. Allerdings ist es untertrieben, zu sagen, dass das Wort "Museumspädagogik" wohl keiner der Betreuenden Weg je gekreuzt hat.
Nach der kürzlichen Werbungswelle dachte ich, es würde endlich aufwärts gehen mit dem Museum.
Robotermodelle von Dinosauriern leistete man sich jedenfalls in der neuesten Überholung der Dinosaurierabteilung, aber für den Rest scheint wieder kein Geld dazusein.
Schande für die wissenschaftlichen Mitarbeiter ist in jedem Fall die Anthropologische Abteilung. Mit hunderten, ja tausenden Fundstücken, von denen jeweils ca 100 in eine Gruppe zusammengefasst werden, die mit einem einzigen winzigen Schildchen zur ungefähren zeitlichen Einordnung und dem Fundort versehen ist. Da liegen Armreifen neben Bügelfibeln und Gewandnadeln und niemandem erschließt sich wirklich, was er hier genau sieht. Wer wurde in diesem Grab beerdigt, wieso wurde er mit diesen Beigaben beerdigt, was ist dieses komische verschnörkelte Stück Metall da?
Ich als Living History-Darsteller kann die ausgestellten Stücke ja vielleicht noch in etwas einordnen, aber auch meine Spezialität ist ein anderes Zeitalter.
Der Rest des Museums kann bis auf die Kinderabteilungen (die für Kinder interessant sein mögen, für Erwachsene aber etwas zu basic sind) getrost als LANGWEILIG betitelt werden. Eine Glasvitrine reiht sich an die nächste. Es gibt weder etwas anzufassen, noch faszinierende Fakten zu lernen. Man muss schon überaus interessiert und vorinformiert sein, um aus diesem Museum etwas neues mitzunehmen.
Liebe Verantwortliche für dieses Museum. Wissenschaft muss doch nicht langweilig sein, das ist es doch, was ihr lehren solltet. Und lernen muss ja auch nicht viel kosten.
Ich verlange auch nicht, dass ihr mir zu jedem Ausstellungsstück eine Enzyklopädie auflegt. Aber ein "wussten Sie, dass..." für einige der schöneren Sachen oder zumindest eine Ordnungsgemäße Beschriftung wären doch wirklich nicht zu viel verlangt?
Ich WILL doch etwas lernen. Deshalb komme ich ja zu euch. Aber nur Anschaun, dabei lerne ich nichts, wenn der visuelle Reiz nicht auch mit etwas verknüpft wird.
Wohin gehen eure Unterstützungen und (mit Verlaub für diese Leistung unverschämt hohen) Eintrittsgelder? Denn ich traue mich zu sagen, dass es nicht in Staubwedel geht. Auch die scheints bei euch nämlich nicht zu geben.

Kommentar veröffentlichen